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Großer Bahnhof für Sven Ulreich in Mitterskirchen. Fast die halbe Gemeinde war auf den Beinen, als der Bayern-Torwart am Sonntag Vormittag dem Fan-Club "Die roten Lederhosen" einen Weihnachtsbesuch abstattete.
Bereits zu Beginn hießen die Arbinger Böllerschützen Bayerns Nummer 26 mit Salutschüssen willkommen. Anschließend durfte der 31-jährige selbst einen Böller ausprobieren, ehe er von den Johannesbläsern in den voll besetzten Freilinger-Saal hinein gespielt wurde. Hier nahmen ihn die beiden Moderatoren Stefan Gruber und Christoph Laibinger in Empfang, die den straffen Programmablauf mit einer kleinen Fragerunde starteten.
Warum läuft es nach dem Trainer-Wechsel bei den Bayern besser, trotz der Niederlage gegen Leverkusen? "Dafür haben wir auch nicht immer eine Erklärung, allerdings haben wir im taktischen Bereich schon einige Dinge geändert, greifen offensiver an und stören früher, was der Mannschaft unheimlich gut getan hat. Vorher haben wir defensiver agiert, was vieleicht nicht der Schlüssel zum Erfolg war. Die letzten Spiele haben wir super gemacht, auch das Spiel gegen Bayer lief eigentlich gut. Es ist dann aber bitter, wenn du nach vier Pfostenschüssen zu Hause auch noch verlierst", bedauerte Ulreich.
Seit 2016 steht er bei den Bayern unter Vertrag und hat in dieser Zeit einige Coaches miterlebt. Wer war denn für ihn der beste Trainer? Das wollte Stefan Gruber wissen. "Auch wenn die Torhüter meist eine spezielle Gruppe sind und von eigenen Übungsleitern trainiert werden, gab es bei mir zwei Trainer, die mich besonders geprägt haben. Was die Taktik betrifft, war das ganz klar Pep Guardiola, da man von ihm wahnsinnig viel lernen konnte.Leider habe ich ihn nur ein Jahr lang erleben dürfen. Er hat den FC Bayern auf eine ganz andere Ebene gestellt. Wenn ich hier an meine Zeit in Stuttgart denke, dann war es einfach nicht schön gegen Bayern zu spielen, da es mehr eine Qual und ein Kampf gewesen ist und nicht die Niederlage, sondern nur die Höhe offen war. Menschlich gesehen war Jupp Heynckes das Nonplusultra, der die Mannschaft geführt und bei guter Laune gehalten hat. Er konnte mit jedem Spieler hervorragend umgehen und feierte mit dem FC Bayern ja auch große Erfolge, womit er sich ein Denkmal geschaffen hat."
Nach den vorbereiteten Fragen, kamen die jüngsten Bayern-Fans zu Wort. So wollte Lukas Laufer die genaue Anzahl von Autogrammkarten wissen, die der Bayern-Star jährlich signiert. Hier schätz Ulreich die Zahl auf 40 000, denn jeden Monat bekommen die Spieler eine Tüte voll mit Autogrammkarten, die sie dann unterschreiben müssen.
Gefragt wurde auch nach dem schönsten Moment. "Dazu zählen die sportlichen Erfolge, so wie im letzten Jahr, als wir zu Hause die Meisterschaft gegen Frankfurt mit 5:1 einfahren konnten. Als Highlight zählen natürlich auch die Titel-Spiele und die Pokal-Finals."
Interesant war die Frage von Iris Kieswimmer, die wissen wollte, wann die Entscheidung fiel, eine Torwart-Karriere zu starten. Der Entschluss, so Sven Ulreich, fiel bereits sehr früh, da auch sein Vater und sein Cousin Torhüter waren. Allerdings gestaltete sich die Sache anfangs schwierig, da er in dem Dorf-Verein keine Chance hatte, denn der Sohn seines Trainers stand im Gehäuse. Die Lösung war aber ganz einfach, denn Ulreich wechselte den Flub. Hier war jetzt sein Vater der Trainer, der den Sohn ins Tor steckte.
Erstaunt zeigten sich die Fans über den hohen Verbrauch von Torwart-Handschuhen, die Ulreich mit zwei Paar in der Woche angab, vile davon werden später für die gute Sache versteigert. Angesichts dieser Masse konnte sich Moderator Christoph Laibinger die Bemerkung nicht verkneifen, dass Sven Ulreich mehr Handschuhe besitzt als Frauen Schuhe zu Hause im Schrank.
Sportlich wurde es anschließend beim Torwand-Schießen. Mit jeweils einem Treffer konnten sich Matthias Kronberger aus Geratskirchen und Stefan Schreiner aus Mitterskirchen über ein kleines Geschenk freuen. Sven Ulreich traf bei seinen sechs Versuchen dagegen kein einziges Mal.
Als weiteres Highlight stand das Bayern-Quiz an, bei dem es acht Fragen rund um den FC Bayern München zu beantworten gab. Hier war auch eine schnelle Reaktionszeit gefordert, denn, wer die Antwort wusste, musste sich zuerst das kleine Fähnchen schnappen, das Moderator Stefan Gruber in seiner Hand hielt. Sven Ulreich parierte dabei alle Angriffe des Bayern-Experten Hermann Gruber aus Arbing. So wurde unter anderem gefragt, wann der FC Bayern München gegründet wurde und wer als Rekordspieler in den Vereinsannalen geführt wird. In beiden Fällen hatte Sven Ulreich mit dem Gründungsjahr 1900 und Torwart-Legende Sepp Maier die richtige Antwort parat. Am Ende hieß es 5:3 für den Schlussmann des Deutschen Rekordmeisters.
Dass man beim Mitterskirchner Bayern-Fan-Club seinem Ehrengast auch eine besondere Freude bereiten wollte, versteht sich von selbst. Passend zum Vereinsnamen gab es nämlich für den FC Bayern-Torhüter eine kleine Lederhose als Geschenk. Diese Überraschung war natürlich mehr für die Kids von Sven Ulreich gedacht.
Die zweite große Überraschung präsentierten Fan-Club-Vorsitzender Bernhard Hölzwimmer und sein Stellvertreter Johannes Entholzer. Sie überreichten dem FC Bayern-Spieler nämlich die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft im Fan-Club "Die roten Lederhosen". Dabei verbanden sie die ernennung mit dem Wunsch, vielleicht auch in Zukunft den Kontakt aufrecht erhalten zu können.
Bereits zuvor konnte sich der Torwart ins "Goldene Buch" der Gemeinde Mitterskirchen eintragen. Bürgermeister Christian Müllinger freute sich über den prominenten Zuwachs, der nach dem Eintrag von Paul Breitner aus dem Jahr 2014 eine weitere Aufwertung erfahren hat. Schmunzeld stellte Ulreich dann fest, dass sich auch bereits "Blaue" vom Münchner Stadt-Rivalen TSV 1860 München verewigt haben.

Text: PNP - Walter Geiring

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